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When Passion becomes Obsession

Im Laufe der Jahre habe ich mich durch einige Systeme durchgewühlt. Neben der Fotografie als Hobby hat mich schon immer die Kameratechnik als solche fasziniert. Sei es in Form einer kleinen, mechanischen Sucherkamera, die ihre Genialität durch Reduktion auf das Wesentliche darstellt oder in Form eines hochtechnisierten und mit Elektronik vollgestopftem High-End-Modells. Viele Wege führen zum Ziel, dem Foto.

Angefangen hat alles mit einer Olympus OM-1n, die größtenteils an einem Spiegelteleskop Verwendung fand. Nach einer OM 4 war schon Anfang der 90er Jahre abzusehen, dass Olympus das System nicht weiterentwickelt und die Suche nach einem neuen Kamerasystem stand schnell auf dem Plan. Der schnelle Entschluss, das Kamerasystem zu wechseln, hat sich dann nach einigen Leihaktionen bei Freunden und beim lokalen Fotohändler doch immerhin einige Jahre hingezogen. Nach langem Hin und Her, schließlich sollte ja eine langfristige Entscheidung getroffen werden, nach einiger Pröbelei mit Nikon, Minolta und Pentax, bin ich schließlich 1997 zu einer Canon EOS 1 gelangt, die ich günstig und gebraucht erwerben konnte.

Das Canon-System überzeugte bald durch seine technologische Führerschaft im Bereich der schnellen und zuverlässigen AF-Systeme, Ultraschallmotoren für das schnelle Scharfstellen und der reichhaltigen Palette von Image-Stabilizer-Objektiven. Bald gesellte sich die ein oder andere L-Optiken, die "Profi"-Varianten aus dem Canon-Objektiv-Programm dazu. Im Laufe der Zeit wurde aus einer EOS-1 eine EOS 1V, dann ergänzt durch eine D60 und letztendlich eine EOS 1D Mark II und eine EOS 5D.

Der Wechsel von Analog zu Digital ging relativ schmerzlos vonstatten, da ich durch meinen Beruf auf langfristige Erfahrungen in der digitalen Bildbearbeitung und Druckvorstufe zurückgreifen konnte. Bei dem im Augenblick erreichten Qualitätsniveau der digitalen Profi-SLR-Kameras stellt sich auch heute kaum noch die Frage, ob der analoge oder der digitale Weg die bessere Antwort in Bezug auf Farbdarstellung, Auflösung und Weiterverarbeitbarkeit darstellt. Die Frage ist seit geraumer Zeit zugunsten des digitalen Weges beantwortet worden, vor allem, wenn man den Kleinbildbereich betrachtet. Nicht zuletzt die aktuelle und anhaltende Diskussion, in der Mittelformat-Trommelscans mit digitalen Kleinbildlösungen wie dem aktuellen Spitzenmodell von Canon verglichen werden, zeigen, auf welchem Niveau man sich digital mittlerweile bewegt. Dennoch bleibt es spannend abzuwarten, was die Zukunft bringt.

Im Laufe der Zeit wächst eine DSLR-Ausrüstung unaufhörlich. Das wird dann nach und nach eine immer schwerere Ausrüstung; vor allem, wenn man sie je nach Anwendungsfall in einem Rucksack oder in einem Fotokoffer durch die Welt schleppen muss. Je umfangreicher das Fotovorhaben, umso schwieriger fällt es mir, die richtige Entscheidung zur Reduktion der Fotoausrüstung zu treffen, schließlich soll es ja noch "tragbar" sein.

Deshalb bin ich 2009, nach einigen Ausflügen mit der Leica Messsucherfotografie, auf eine Micro FourThirds-Ausrüstung umgestiegen. Mittlerweile betreibe ich sogar mit einem Partner das Systemkamera-Forum, welches innerhalb einen Jahres zum größten deutschen Forum für Systemkamera- und Micro FourThirds-Fotografie herangewachsen ist. Digital bin ich mittlerweile nur noch mit Systemkameras sowie diversen kleinen und leichten Optiken unterwegs.

Ergänzt wird das Ganze neuerdings durch "The next Big Thing": Die Fuji X100. Natürlich nicht ohne das dazu gehörige Forum: Fuji X100 Forum.

 


 

© 1995-2011 Jens Michael Schuh