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Ein Foto ist ein
Foto ist ein Foto...
Eigentlich wurde schon alles fotografiert. Allein die Annahme, man würde
gerade etwas Einmaliges fotografieren, wird meistens dadurch getrübt,
dass man bei näherem Hinsehen und Suchen im Internet haufenweise
ähnliche Fotos des gleichen Motivs entdeckt.
Eigentlich gibt es kaum einen Ort oder einen Menschen, der nicht schon
vielfach fotografiert wurde. Vielleicht sogar besser, als man es selber
kann. Erst wenn man sich näher mit der Fotografie auseinandersetzt,
wird man feststellen, dass die Fotos oftmals doch nur ähnlich sind,
aber keineswegs die gleiche Aussage haben. Was? Fotos können sprechen?
Ja und nein. Viele sprechen nicht.
Als Fotograf kann ich einen Augenblick festhalten, einen bestimmten
Augenblick, vielleicht sogar den bestimmenden Augenblick. Ich kann eine
Stimmung vermitteln, Freude oder Trauer zeigen, Anspannung und Enspannung
oder Glück und Elend. Aber alles was man zeigt, ist Teil des Lebens
der Menschen, Teil seiner künstlich geschaffenen Umgebung oder
Teil der Natur, in der wir alle leben. Viele große Fotografen
des letzten Jahrhunderts haben uns gezeigt, wie sie die Welt sahen.
Und jeder hat sie etwas anders gesehen.
So zeige auch ich meine Fotos, meinen Blick in die Welt: ein Stück
Natur, ein wenig Mensch und ein wenig Geschichte. Ohne Beschränkung
auf ein bestimmtes Genre. Ohne Anspruch auf das Besondere oder das Einzigartige.
Einfach nur die Augenblicke, so wie ich sie festgehalten habe. Menschen,
so wie ich sie gesehen habe. Natürlich mit dem eigenen Anspruch,
es so gut wie möglich in ein Foto umzusetzen. Ich fotografiere
nicht für Geld und auch nicht für gute Worte. Sondern nur
aus purer Lust. Einfach mal nachfragen, vielleicht habe ich ja gerade
Lust!
Das Fotografieren lag wohl in der Familie. Ich freue mich immer, wenn
ich die alten Fotosammlungen meines Opas durchforste, die mir eine andere
Welt zeigen, seine Sicht auf die Dinge und Menschen vor über 60
Jahren. Daher auch die altertümliche Schreibweise von "Photographie".
Sozusagen als Hommage an meinen Opa. Seine Kamera hat heute noch einen
Ehrenplatz in meiner Fotovitrine. Die Faszination für die Technik
einer Kamera habe ich hingegen von meinem Vater, dem ich schon von Kindsbeinen
an über die Schulter schauen durfte, wenn er komplizierte mechanische
Fotoapparate zerlegte und ihnen binnen kürzester Zeit wieder das
Leben einhauchte, das sie schon vor längerer Zeit verloren hatten.
Einfach so. Er konnte es halt.
Nach all den Jahren des fotografischen
Rum- und Ausprobierens, möchte ich mich besonders bei meiner Frau
Sabina bedanken. Für ihr Verständnis bei endlosen fotografischen
Diskussionen im Freundeskreis, dem fast wöchentlichen, langen Aufenthalt
bei meinem Lieblingsfotohändler,
für das dauernde Festhalten irgendwelcher Objektive beim Wechseln
dergleichen, für die fotografischen Anregungen sowie für die
vielen kleinen und großen Umwege, die für das ein oder andere
Foto nötig waren. Das ist keineswegs selbstverständlich. Danke
Bina!
Zum Abschluss bleibt mir nur noch, Ihnen viel Spaß mit meinen
Fotografien zu wünschen. Lassen Sie sich entführen in die
Welt von Licht und Farben. Stöbern Sie in meiner Galerie, die regelmäßig
erweitert wird. Teilen Sie mir Ihre Fragen
und Anregungen zu den Fotos mit.
jmschuh
©
1995-2010 Jens Michael Schuh |